Eine Hausdurchsuchung wegen des Verdachts auf Besitz von kinderpornografischen Inhalten trifft Betroffene oft völlig unerwartet. In Osnabrück erfolgt sie meist frühmorgens. Entscheidend ist, die eigenen Rechte zu kennen und besonnen zu reagieren.
Wann darf eine Hausdurchsuchung stattfinden?
Eine Hausdurchsuchung ist zulässig, wenn:
- ein Anfangsverdacht besteht
- ein richterlicher Durchsuchungsbeschluss vorliegt
In Ausnahmefällen ist auch eine Durchsuchung ohne Beschluss möglich (Gefahr im Verzug).
Was darf durchsucht werden?
Die Polizei darf insbesondere durchsuchen:
- Wohnung und Nebenräume
- Computer, Laptops, Tablets
- Smartphones
- externe Datenträger
- Cloud-Zugänge (indirekt)
Der Umfang richtet sich nach dem Durchsuchungsbeschluss.
Was darf beschlagnahmt werden?
Beschlagnahmt werden dürfen Gegenstände, die als Beweismittel in Betracht kommen, insbesondere:
- digitale Endgeräte
- Speichermedien
- Passwörter und Zugangsdaten (nicht erzwingbar)
Eine detaillierte Sicherstellungsliste ist auszuhändigen.
Wie sollte man sich verhalten?
Empfohlenes Verhalten:
- Ruhe bewahren
- Durchsuchungsbeschluss zeigen lassen
- keine Aussagen zur Sache machen
- keine Passwörter freiwillig herausgeben
- nichts unterschreiben, was unklar ist
Häufige Fehler
Zu vermeiden sind:
- spontane Erklärungen
- Rechtfertigungsversuche
- Diskussionen mit Beamten
- eigenständige Löschungen von Daten
Warum ein Anwalt frühzeitig wichtig ist
Ein Strafverteidiger kann:
- Rechtmäßigkeit der Durchsuchung prüfen
- Beschlagnahmen angreifen
- Herausgabe beschlagnahmter Geräte beantragen
- frühzeitig Verteidigungsstrategie entwickeln
Diskret, vertraulich, sensibel
Hausdurchsuchungen wegen Kinderpornografie sind extrem belastend. Wir begleiten Mandanten in Osnabrück diskret, vertraulich und mit besonderer Sensibilität.
