Wer mit dem Vorwurf der sexuellen Nötigung konfrontiert wird, hat das uneingeschränkte Recht zu schweigen. Dieses Recht ist eines der wichtigsten Instrumente der Strafverteidigung.
Was bedeutet das Schweigerecht?
Das Schweigerecht bedeutet:
- keine Pflicht zur Aussage
- keine Pflicht zur schriftlichen Stellungnahme
- Schweigen darf nicht negativ ausgelegt werden
- jederzeitige Ausübung möglich
Dies gilt gegenüber Polizei, Staatsanwaltschaft und Gericht.
Warum Schweigen oft sinnvoll ist
Gerade bei Vorwürfen der sexuellen Nötigung:
- bestehen häufig Aussage-gegen-Aussage-Situationen
- können unbedachte Formulierungen schwer wiegen
- ist ohne Akteneinsicht keine fundierte Einschätzung möglich
Schweigen schützt vor vorschneller Selbstbelastung.
Häufige Irrtümer
Viele Beschuldigte glauben fälschlich:
- Schweigen wirke wie ein Schuldeingeständnis
- man müsse sich rechtfertigen
- frühe Kooperation führe automatisch zu Milde
Rechtlich ist das unzutreffend.
Schweigen und Verteidigungsstrategie
Ein Strafverteidiger entscheidet nach Akteneinsicht:
- ob und wann eine Einlassung sinnvoll ist
- in welcher Form Stellung genommen wird
- welche Risiken bestehen
Oft ist eine gezielte schriftliche Stellungnahme der bessere Weg.
Schweigerecht bei Durchsuchung oder Festnahme
Auch bei:
- Hausdurchsuchung
- Beschlagnahme
- Festnahme
besteht das Schweigerecht uneingeschränkt fort.
Diskret, vertraulich, sensibel
Vorwürfe der sexuellen Nötigung sind hochsensibel. Wir beraten Mandanten in Osnabrück diskret, vertraulich und mit größter Zurückhaltung.
